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Modelleisenbahn H0 Anlage NS GeoLine - Planung

Modelleisenbahn

Gleis
Hondekop
NS 1717 Zandvoort

Hier stelle ich mein aktuelles Modelleisenbahnprojekt vor. Es handelt sich um eine H0-Anlage nach dem Vorbild der Nederlandse Spoorwegen NS.

Ich bin zwar ein in der Schweiz wohnhafter Schweizer, aber seit Jahrzehnten ein grosser Freund der Niederlande, und halte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten sehr oft dort auf. Dies hat dann auch zur Idee für mein neuestes Modellbahnprojekt geführt.

Das ganze Projekt besteht aber bisher nur auf dem Papier, oder genauer gesagt, in digitaler Form auf dem PC. Viele Modellbahner sagen ja, die Planung einer Modelleisenbahn gehöre zu den schönsten Seiten des Hobbys - wozu ich gerne zustimme - und über die aktuelle Planung möchte ich hier nun näher berichten.

NS Serie 1700, Nummer 1717 mit Intercity Amsterdam-Zandvoort in der Endstation Zandvoort aan Zee, 2.6.2010. Bild: Willi Leopold

Technische Angaben zur Anlage

Baugrösse: H0, Massstab: 1:87, Spurweite: 16,5 mm

Anlagenform:
L-förmig mit den maximalen Abmessungen 340 x 200 cm, langer Schenkel 340 x 120 cm, kurzer Schenkel 80 x 120 cm

Unterbau:
Um die Schreinerarbeiten im Wohnzimmer auf ein Minimum zu reduzieren, habe ich als Unterbau das Rahmen & Platten-, sowie das Gleiswendel-System von Modellbau Menninghaus vorgesehen.

Das Ganze ist sicher nicht ganz billig, aber auch beim Holzeinkauf im Baumarkt läppern sich die Beträge ganz schön zusammen. Bei Menninghaus habe ich ein professionell gefertigtes Komplettsystem, inklusive Rollen, Schrauben und Beschlägen, und das Gleiswendelsystem ist sehr raffiniert und anwenderfreundlich.


Gleise:
Roco GeoLine. Die Verwendung eines Bettungsgleises war für mich von Anfang an klar, da damit der ganze fummelige Einbau von Unterflurweichenantrieben wegfällt. Bei diesen für H0 kleinen Abmessungen fallen weitgeschwungene, elegante Flexgleiskurven sowieso von vorneherein weg, weshalb man zwangsläufig auf die engen Industrieradien zurückgreifen muss.

Dem Roco GeoLine-Gleissystem habe ich gegenüber dem Trix C-Gleis aufgrund der grösseren Weichenradien, insbesondere der Bogenweichen, den Vorzug gegeben. Die Nachbildung des Schotterbettes ist sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber für einen vorbildgetreuen visuellen Eindruck muss man beide Gleissysteme sowieso noch nachschottern und nachfärben. Sehenlassen kann sich hingegen das 2,1 mm hohe Code 83-Gleisprofil. Das GeoLine-Gleis verfügt zudem über einen einfachen Systemraster mit wenigen erforderlichen Gleisstücken und darüber hinaus über ein 785 mm langes Flexgleis.

Gleislänge: 85.77 m
Weichen gesamt: 24 (5 Bogenweichen links, 3 Bogenweichen rechts, 3 DKWs, 2 Dreiwegweichen, 11 Weichen links)

Steuerung:
Die gesamte Anlage, inklusive dem geplanten Faller Car-System, soll digital gesteuert werden. Als System habe ich Tams EasyControl, in Verbindung mit DC-Car für das Faller Car-System, vorgesehen. Zur Steuerung auf dem PC möchte ich den Railroad & Co. TrainController verwenden, in Verbindung mit dem Softwaremodul +4DSound™ von Railroad & Co.

Gleisplanung

Das Anlagenkonzept basiert auf dem bekannten Hundeknochen-Prinzip. Vom Bahnhof mit Hafenanlage in der Mitte führen östlich und westlich doppelgleisige Strecken zum 4 1/2-fachen Gleiswendel, welcher im 10-gleisigen Schattenbahnhof in einer Kehrschleife unter der Anlage mündet. Hier können 11 Züge abgestellt werden (die äusserste Kehre ist in zwei Abschnitte von 180 cm, respektive 170 cm, gegliedert). 7 Schattenbahnhofsgleise sind für Triebwagenkombinationen, welche nicht wenden müssen, das längste davon für den Niederländischen ICE3 mit 7 Wagen.

Es ist gar nicht so einfach, die Zufahrten zum Schattenbahnhof bei einer Anlage nach Niederländischem Vorbild zu verbergen, da es hier bekanntlich keine Berge gibt. Ich habe es folgendermassen gelöst: Die westliche Zufahrt verschwindet in einer 180°-Kehre hinter den Stadthäusern. Die östliche Zufahrt senkt sich langsam unter den Bahnhofslevel, und damit auch unter den Hafen-Wasserspiegel, was in den Niederlanden allerdings nicht unüblich ist, das Land liegt zu einem Viertel unter dem Meeresspiegel.

Aus Platzgründen verengen sich die Ein- und Ausfahrt des Gleiswendels zu einer Spur, was einige steuerungstechnische Anforderungen stellt, die sich aber mit der digitalen Steuerung, genauso wie die Kehrschleifenschaltungen, problemlos lösen lassen.

Zur Zeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit der detaillierten Gleisplanung. Ich habe den Gleisplan in zwei verschiedenen Gleisplanungs-Programmen erstellt:

AnyRail
AnyRail verwende ich für eine exakte, detaillierte Planung, inklusive Stücklisten und Darstellung der Blockstrecken zur Steuerung. Das 2D-Programm ist sehr komfortabel und benutzerfreundlich zu bedienen und verfügt in den neueren Versionen auch über Layer zur Einzel-Bearbeitung und -Darstellung verschiedener Ebenen, wie Schattenbahnhof, Gleiswendel und sichtbare Gleisebene.

3D-Eisenbahnplaner
Den 3D-Eisenbahnplaner setze ich zur 3D-Visualisierung der Anlage ein. Das Programm lässt viele Funktionen für eine exakte Planung vermissen, ist aber mehr und mehr eine umfangreiche 3D-Modellbahnsimulation, mit dem sich auch Betriebsabläufe in gewissem Umfang simulieren lassen. Im Moment bin ich damit beschäftigt, die für die Anlage vorgesehenen H0-Gebäude als 3D-Modelle für den 3D-Eisenbahnplaner zu realisieren.

Gleisplan AnyRail

AnyRail komplettAnyRail Ebene 1AnyRail Einfahrt WendelAnyRail WendelAnyRail Schattenbahnhof

Gleisplan und 3D-Visualisierung mit dem 3D-Eisenbahnplaner - Stand: 5.1.2011

NS GeoLine 01NS GeoLine 02NS GeoLine 03NS GeoLine 04NS GeoLine 05NS GeoLine 06NS GeoLine 07

Seiteninfo

Letztes Update: 1.2.2011
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